Kirchhof

Der Kirchhof ist ein Ort der Begegnung, aber auch ein Ort der Ruhe und der neue Abendmahltisch auch ein Tisch des Teilens. Denn unter den vielen Veranstaltung in der Kirche und im Kirchhof findet man auch die Idee, dass jeder Speisen und Getränke mitbringt, auf den Tisch stellt und mit jedermann teilt. Der Abendmahltisch mit 13 Plätzen wird vier Meter lang und einen Meter breit, hat eine umlaufende Holzplatte aus Bohlen und eine beschreibbare Platte aus Theumaer Fruchtschiefer, wo man mit Kreide die Woche über alles aufschreiben kann, was einen bewegt oder anderen Tipps und Ratschläge oder auch Vorschläge unterbreiten kann.

Am Tisch stehen zwei Hockerbänke mit einer Gesamtlänge von vier Metern. Insgesamt wird der Lorcher Kirchhof – natürlich auch durch das Labyrinth – ein neues Gesicht bekommen. Die Absicht der Kirchengemeinde war, das Vorhandene zu stärken und Neues hinzuzufügen. Der Kirchhof im Herzen der Stadt Lorch dient schon bisher als Oase der Ruhe, als ein Ort, wo Radfahrer und Wanderer im Sommer eine Pause machen. Ruhe finden, aufatmen und gestärkt zurückkehren, das soll im Kirchhof nach wie vor möglich sein. Dazu dienen Sitzgelegenheiten und auch ausreichend Platz.

Hinzu kommen spirituelle Elemente, die dazu einladen, sich sowohl mit dem eigenen Leben wie auch mit der Gemeinschaft auseinanderzusetzen. Während der Remstal Gartenschau wird es dort viele Aktionen geben, auch Kirchturmbesichtigungen oder dann als einer der Höhepunkte am 5. Oktober die „Nacht der offenen Kirche“, bei der sich ein Band aus Klang und Licht durchs ganze Remstal ziehen wird.

Als wesentliches Gestaltungselement entsteht ein Labyrinth. Ein Labyrinth ist ein altes auch christliches Symbol für den Lebensweg, der um eine Mitte kreist, sich der Mitte mal mehr, mal weniger nähert und schließlich in die Mitte führt. Auch wenn die Mitte erst am Ende erreicht wird, trägt sie doch den Weg und hält das Gleichgewicht. Im christlichen Glauben ist die Mitte unseres Lebens Gott. Um ihn bewegen wir uns, nähern uns ihm an und er nimmt uns – wie es in der Bibel heißt – am Ende mit Ehren an.

Bewertung des Schauortes